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Mittwoch, 9. November 2016

Zum 3. NICHTMEINGESETZ

Der Entwurf zum BTHG (Bundesteilhabegesetz) ist leider in mehren Punkten ein Rückschritt und wird deswegen von fast Allen Menschen mit Behinderung abgelehnt. Es waren zwar nicht alle 10 Millionen da, aber das können sie auch nicht, schließlich wird es z. B. mit 2 Rollstuhlfahrern im ICE von Erfurt nach Berlin schon extrem eng. Und unterhalten kann man sich eigentlich auch nicht, warum ist der einzigste Rollstuhlplatz vom ICE im Ruheabteil liebe DB??? 
In Berlin fanden gleich 2 Demonstrationen statt und ich weiß selber noch nicht genau ob das Gut oder schlecht war, aber ich denke eher gut um der Ablehnung breiteren Nachdruck zu verleihen. 
Toll fand ich das wir 4 Piraten sogar mit dem Bundesgeschäftsführer Kristos Thingilouthis vor Ort waren. Auch habe ich wieder viele Freunde und Bekannte getroffen. Doch ich frage mich auch bringt das was? Überhören uns die Politiker? Sind Sie sich nicht bewußt das das ganz massiv Wählerstimmen kosten wird, bei der Bundestagswahl nächstes Jahr? Sie halten Ihrer eigene Unterschrift über den Beitritt der UN Behindertenrechtskonvention nicht ein.

Jeder Arbeiter würde dafür eine Abmahnung bekommen und bei Wiederholung entlassen werden. 

Fest steht für mich, das ich weiter machen werde bis der Entwurf grundlegend den UN BRK angepasst wird.

Dienstag, 2. August 2016

Pokemon Go Hype und Bashing



Pokemon Go Pokemon Go ist ein Spiel, welches innovativ die reale Welt mit der virtuellen verknüpft. Gerade zur richtigen Jahreszeit = Ferien/Urlaubszeit gestartet. Sicher hätte keiner den Mega Run auf das kostenlose Spiel erwartet. Nun sieht man viele Menschen an Pokestops sitzen und auf´s Smartphone tippen. Man kann darüber schmunzeln. Aber das derzeitige Geschimpfe auf die Spieler zeugt für mich von Intoleranz und Halbwissen über das Spiel.
Der einzige wirkliche Kritikpunkt, den ich nachvollziehen kann, ist die mögliche Unachtsamkeit.
Alles andere ist scheinheilig. Wo war z. B. der Aufschrei als ständig neue Spielekonsolen mit überteuerten Spielen in die Kinderzimmer Einzug hielten? Keine frische Luft sondern stundenlanges still sitzen wäre ein Grund gewesen sich aufzuregen.
Jetzt gibt es sogar einen Spruch die den Spielern unterstellt, das Ihnen die Ertrunkenen im Mittelmeer egal wären. Geht´s noch? Könnte man auch allen Unterhaltungsclowns im TV vorwerfen! Außerdem dürfen viele der Spieler, wegen Ihres Alters, noch nicht einmal Ihre Volksvertreter wählen, die eigentlich für diese Politik mit zuständig sind!
Ich bin durch das Spiel mit Menschen ins Gespräch gekommen, die ohne das Spiel nicht entstanden wären. Im Einkaufszentrum saßen Asiaten und der Junge sah mich spielen und sagte das der Mutter und so kam ich mit Menschen aus Hongkong ins Gespräch. Sogar ein Gegner (Team Gelb) dem ich sein Pokemon aus der Arena kickte, nahm es locker und erklärte mir, im Beisein seiner kleinen Tochter noch Details des Spiels. An den warmen Abenden saß ich am Angerbrunnen statt vorm TV/PC und mir hat dort die Beleuchtung im Wasser ziemlich gut gefallen 😉
Man kann sich natürlich über Sinnhaftigkeit von Computer/Handyspielen genau so unterhalten wie über herkömmliche Gesellschaftsspiele, weil es ein modernes Gesellschaftsspiel ist, nicht mehr und nicht weniger.

Hier mein Pro und Contra

Pro:

+ Jugend stellt kein Blödsinn an
+ frische Luft
+ viel Bewegung
+ Informationen von Denkmälern, Kirchen







+ Team Bildung/Austausch/Kommunikation

+ Navigation

+ Strategie Möglichkeiten erlernen
+ es schießen und kämpfen keine Menschen aufeinander
+ Handel macht Umsatz mit Akkupacks


Contra


- mögliche Unachtsamkeit  

Freitag, 6. Mai 2016

Europäischer Protesttag 2016 für Teilhabegesetz

Es hat sich gelohnt nach Berlin zu fahren. Das sagen bestimmt Viele, einen Tag nach dem 5. Mai dem Europäischen Protesttag für Menschen mit Behinderung. Bereits vor Monaten zeichnete sich ab, das sowohl das Bundesteilhabegesetz, wie auch das Bundesgleichstellungsgesetz Mängel aufweisen werden. Im März entschied ich mich das erste Mal mit meinem Elektrorollstuhl mit dem ICE nach Berlin zu fahren. Die erste Bahn die ich buchen wollte war belegt. Es gibt nur einen Rolliplatz in dem ICE. Am Berliner Hbf. lernte ich den Herren kennen, der mich „zwang“ später ab zu fahren, es war auch ein netter Demonstrant aus Darmstadt. Die Zugfahrt verlief reibungslos gut. 

Das scheinbar einzigste Behinderten WC auf Deutschlands größtem Bahnhof war völlig unzureichend für die ankommenden Menschen die zur DEMO wollten. Vor dem Bundeskanzleramt begann die erste Kundgebung gegen 13.00 Uhr die ich filmte, wie auch Alles was an diesem Tag noch geschah 

Danach begann eine wirklich große Teilnehmerzahl (ca. 2000 Menschen) sich lautstark und mit vielen Transparenten am Reichstag zum Brandenburger Tor zu bewegen. Im Mittelpunkt stand bei den Rednern, wie auch auf den Transparenten immer wieder der schlechte Entwurf des Bundesteilhabegesetzes.
Die Regierung muss hier dringend nachbessern. Es kann nicht sein das Menschen mit Behinderung an ihrer eigenen Altersvorsorge gehindert werden. Arbeit muss sich auch für uns und unserem Lebenspartner „lohnen“.
Auch sollte Jeder Mensch selber entscheiden dürfen, wo er leben möchte.
Es gab aber keine „Merkel muss weg“ rufe. Diese „Alternativen“ beteiligten sich offensichtlich nicht, was wieder einmal deutlich macht das sie sich eben nicht für Inklusion einsetzen! Dies muss man besonders den Protestwählern klar und deutlich sagen. Auch im Thüringer Landtag beteiligten sie sich nicht als Fraktion zum Ausserparlamentarischen Bündniss zur Umsetzung der UN – BRK.
Leider war auf beiden Kundgebungen die Tonanlage viel zu leise. Dafür habe ich viele Freunde gesprochen und auch mit Verena Bentele der Bundesbehindertenbeauftragten und mit Corinna Rüffer Sprecherin der Grünen für Menschen mit Behinderung.

Nach diesen beiden Kundgebungen sind viele Menschen noch vor das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit einem Riesen Lärmpegel gezogen, was Presse und TV anlockte.

Da wir über keinerlei Lobbyausweise für den Deutschen Bundestag verfügen müssen wir unsere eigenen Lobbyisten werden und das sehr laut und intensiv. Denn wenn dieser Entwurf so beschlossen wird können wir keine Verbesserungen für mind. 10 Jahre erwarten.
Fotos:
und unbedingt anschauen
Twitter: #Teilhabegesetz #NichtMeinGesetz

http://nichtmeingesetz.de/